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Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman - Wilhelm Genazino

Lesezeitraum:
03.07. - 04.07.2006

Buchbesitzer:
Unibibliothek

Buchdetails:
160 S., gebunden

Kurzbeschreibung:
Ein Mensch von siebzehn Jahren fliegt vom Gymnasium, das kommt vor. Für Weigand selbst ist das nicht weiter tragisch, denkt er doch sowieso immer nur ans Lesen und Schreiben. Und daran, endlich erwachsen zu werden und die drei Dinge zu haben, die es dazu braucht: eine Frau, eine Wohnung und einen eigenen, selbst geschriebenen Roman. Genau in dieser Reihenfolge. Mit Gudrun ist er so gut wie verlobt. Die beiden besitzen schon ein gemeinsames Sparkonto, ansonsten haben sie aber beschlossen, keusch ihrer wahren Vereinigung entgegenzusehen.

Die Mutter sieht die Zukunft ihres Sohnes allerdings praktischer und sucht mit ihm nach einer Lehrstelle. Er mag sich dabei so ungeschickt anstellen, wie er will, zuletzt findet sich doch eine Firma, die ihn ausbilden will. Gleichzeitig druckt das Lokalblatt zum ersten Mal einen seiner Texte. Ein Doppelleben beginnt: Tagsüber ist er Lehrling in einer Spedition, abends lotet er als Reporter das kleinbürgerliche Leben in der Provinz aus, schreibt über die Autogrammstunden deutscher Schlagersänger oder italienische Wochen im Kaufhaus mit Caterina-Valente-Musik und kommt sich sehr wichtig vor. Doch dieses Gefühl hält nicht lange an. Er, der sich der Literatur verschrieben hat, ist bereits ein zu genauer Beobachter. Unversehens geht ein Riß durch seine Existenz.


Textauszug:
Schreiben ist eine Bewegung, die uns mit dem Schmerz vertraut machen möchte, sagte Linda.
Ist es nicht umgekehrt? fragte ich; verwandelt der, der schreibt, nicht die Unübersichtlichkeit des Lebens, das heißt seinen Schmerz, in die Übersichtlichkeit des Textes?
Das ist eine Illusion, sagte Linda.
Könnten Sie es etwas genauer sagen?

Meine Meinung:
An einem Abend durchgelesen. Lies sich gut und interessant lesen, nur war mir der Hauptdarsteller der Geschichte ein wenig zu abstrakt.

Bewertung:
3 1/2 von 5 Punkten
4.7.06 09:58


Totalschaden - Que Du Luu

Lesezeitraum:
07.2006

Buchbesitzer:
Unibibliothek

Buchdetails:
238 S., gebunden

Kurzbeschreibung:
Patrick verliert mit zehn Jahren seinen Vater, weil die Mutter diesem während der Autofahrt energisch ins Lenkrad greift - sie sieht ihr Idol Albert Einstein mitten auf der Straße stehen. Der Vater stirbt, die Mutter kommt in die Psychiatrie. Patrick bricht den Kontakt zu ihr ab. Bis er Barbara kennen lernt ... Que Du Luu hat die existenziellen Ängste ihres Helden in einen witzigen Roman verpackt, der wohltuend auf jedes Psychologisieren verzichtet.


Textauszug:
leider nicht mehr möglich

Meine Meinung:
Spielt in Bielefeld, der junge Herr studiert an meinem Arbeitsplatz, der Uni Bielefeld! Super geschrieben und einfach genial anders.

Bewertung:
4 1/2 von 5 Punkten
27.7.06 16:24


Leila. Ein bosnisches Mädchen. - Alexandra Cavelius

Lesezeitraum:
18.07. - 20.07.2006

Buchbesitzer:
Fernleihe - irgend ne Stadtbib in NRW

Buchdetails:
239 S., gebunden

Kurzbeschreibung:
Leila, 24, überlebt einen Alptraum: zwei Jahre Vergewaltigungslager in Bosnien. Jetzt erzählt sie ihre Geschichte. Ihr sensibler und aufwühlender Bericht ist das authentische Zeugnis eines Mädchens, das lernen muß, mit einem Leid zu leben, das Tausende Frauen in ihrer Heimat traumatisiert hat. Ein bewegendes Frauenschicksal, das von den dunklen und verdrängten Seiten des Krieges erzählt.


Textauszug:
leider nicht mehr möglich

Meine Meinung:
Sehr berührend und ich war extrem schockiert, dass so etwas noch im Heute stattfindet. Wie brutal diese Leute gegen ihre eigenen Landsmänner sind ist schrecklich. Ließ sich sehr schnell und gut lesen. Danach brauch man aber was heiteres...

Bewertung:
4 von 5 Punkten
28.7.06 07:54





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